A A A

Schulterinstabilität

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Deshalb neigt es auch häufiger als andere zu Verrenkungen. Diese können durch Unfälle und sportliche Aktivitäten ausgelöst werden. Man spricht hier auch von „traumatischer Schulterinstabilität“.

Da das Schultergelenk aufgrund seiner sehr feinen muskulären Aussteuerung und des komplizierten Aufbaus der Bänder und Verstärkungen anfällig für Fehlsteuerungen ist, können auch Verrenkungen (Luxationen) oder Teilverrenkungen (Subluxation) ohne Unfall bei Menschen mit schwachem Kapsel-Bandapparat und Bindegewebe ohne Einwirkung von außen entsehen. Diese Gelenkinstabilitäten werden als „atraumatisch“ bezeichnet.

Arthroskopischer SLAP-Repair

Oft kommt es durch die Gewalteinwirkung bei dem Unfall auch zu einem Einriss des oberen Labrums und des Bizepsankers, der SLAP-Läsion (s. auch „Bizepssehne“). Bei Sportlern sind diese unfallbedingten Schäden vor der Operation oft schwer von überlastungsbedingten Läsionen (z.B. bei Wurfsportarten) zu unterscheiden.

Stationäre Behandlung:
Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes beträgt  je nach Umfang der Operation ca. 2-12 Tage.

Nachbehandlung:
Natürlich halten die gesetzten Nähte noch keiner großen Belastung stand, so dass die Schulter für die erste postoperative Zeit geschützt werden muss (6 Wochen). Obwohl für diese Zeit ein Schlauchverband getragen werden sollte, beginnt umgehend ein phasenorientiertes Rehabilitationsprogramm.

Arbeits- und Sportfähigkeit:
Die Wiederaufnahme der beruflichen und sportlichen Aktivität ist streng an der individuellen beruflichen Belastung ausgerichtet. Als grober Maßstab für die notwendige Schonung gilt ein Zeitraum von 3 Monaten für Sportarten ohne Überkopfbelastung. Bei Sportarten, die die Schulter belasten, ist in Betracht zu ziehen, das auch bei erfolgter Anheilung der Gelenkkapsel und Bänder durch die Umbauvorgänge im Bindegewebe nach 6 Monaten erst eine Reißfestigkeit von ca. 50% gegenüber dem Gesunden erreicht wird.